Startbild

„SAIL OUT“ auf und an der Kieler Förde

Am vorletzten Tag der diesjährigen Kieler Woche fanden ca. 350 Besucher ihren Weg zum Marinestützpunkt Kiel um dem jährlichen Höhepunkt dieser Veranstaltung beizuwohnen, dem „Auslaufen der Windjammerparade“.

Der nördliche Teil der Außenmole (Scheermole), der einen fantastischen Blick auf die Kieler Förde bietet, war erstmalig abgesperrt, um Platz zu bieten für eine kleine Zeltstadt und ausreichende Sitzgelegenheiten. Somit überdacht und mit bestem Ausblick auf die Parade der Segelschiffe boten sich den Gästen erstklassige Möglichkeiten zum zivil-militärischen Netzwerken und Wohlfühlen mit Gästen aus dem maritimen Kiel, Schleswig-Holstein, Hamburg bis hin zu Bonn und Bad Honnef.

Der Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Christian Bock, begrüßte die Gäste zum Auslaufen der Windjammerparade und informellen Ausklang des militärischen Teils der Kieler Woche bei untypischem Wetter (kein Regen, keine Flaute sondern auffrischender Wind und teilweise sogar sonnig) aber leider auch ein bischen kalt für Ende Juni. Er dankte den Miteinladenden, dem Präsidenten des Deutschen Marinebundes und Vorsitzenden der Deutschen Maritimen Akademie, dem Vorsitzenden der Marine-Offizier-Vereinigung und der Marine-Offizier-Hilfe, dem Präsidenten des Deutschen Maritimen Instituts, dem Landesvorsitzenden des Reservistenverbandes in S-H und dem Vorsitzenden Marine im Deutschen Bundeswehrverband für ihr Engagement zur Realisierung dieses SAIL OUT.

Bei Speis, Trank, interessanten Gesprächen, Rees an Backboard und Musik von einem Duo des Marinemusikkorps verging die Zeit bis zum Passieren der Windjammerparade an der Scheermole wie im Fluge.

Ein Augenschmaus war die Tanzeinlage der Kieler Formation „Celtic Dance“. Original Irischer Tanz, vorgetragen zu schwungvoller Musik in Soft und Hardshoes, begeisterte die Gäste durch seine Leichtigkeit. Der Dank war ein kräftiger Applaus. (Eindrücke)

Als dann die Windjammer in Sichtweite kamen, war bei den meisten Besuchern eine Enttäuschung zu beobachten. Nur ein Großsegler (die SEDOV), kein Boot unter vollen Segeln, das hatten viele schon ganz anders gesehen.

Hoffentlich kann im Jahr 2019 mehr geboten werden.

Admiral Bock plant jedenfalls bereits eine Fortsetzung dieses „SAIL OUT“ im nächsten Jahr und vielleicht auch in den darauf folgenden Jahren, sodass ab dreimal dann, gem. rheinischem Brauchtums, von Tradition gesprochen werden kann.

 

Text und Fotos: Hartmut Renzel