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Fregattenkapitän Oliver Ottmüller – Der neue Regionalbeauftragte für Bremerhaven/Nordholz

Nach dem Abitur 1986 bin ich mit dem Wunsch, Marineflieger als Pilot einer Breguet Atlantic zu werden, in die Crew VII/86 eingestiegen.
Nach der Offizierausbildung mit anschließender Schulschiffreise nach Tokio führte mich der Weg auf leichten Umwegen in die fliegerische Ausbildung bei der Lufthansa. Nach zwei Jahren und mit angemessener fliegerischer Expertise ausgestattet kam ich im Februar 1991 in das Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ nach Nordholz. Fertig ausgebildet lernte ich sofort das Shetland-Färöer-Gap kennen, in dem wir zumeist von Island aus intensiv nach U-Booten suchten.
1992 führte mich mein erster Einsatz zur Operation SHARP GUARD ins Mittelmeer. Später als Kommandant einer Einsatzbesatzung folgten etliche Verlegungen nach und viele Flugstunden von Sardinien aus in der Adria.
Ab 1998 durchlief ich meine erste Stabsverwendung im Flottenkommando als Dezernent für Marinefliegerangelegenheiten, bevor ich als Staffelkapitän der 2. U-Jagd-Staffel wieder nach Nordholz zurückkehrte. In Folge der Ereignisse des 11. Septembers 2001 verlegte ich mit dem 2. Einsatzkontingent nach Kenia, um im Rahmen der Operation ENDURING FREEDOM den Seeraum am Horn von Afrika zu überwachen und die Seeverbindungslinien zu schützen. Ziel der Operation war es, den Transport von Personen und Gütern zu unterbinden, die der Unterstützung des internationalen Terrorismus dienen könnten.
2003 führte mich mein Weg in das Einsatzführungskommando der Bundeswehr, wo ich als Leiter der Operationszentrale einen guten Blick auf die verschiedenen Einsätze der Bundeswehr erhielt.
Bereits ein Jahr später durfte ich als Dozent an der Führungsakademie der Bundeswehr im Fachbereich der Marine erneut als Vertreter für die Marineflieger in den unterschiedlichsten Lehrgängen lehren. Hier konnte ich gute Einblicke in die Streitkräfte, besonders aber in die Führungsakademie selbst bekommen, an die ich drei Jahre später als Lehrgangsteilnehmer des LGAI 2007 versetzt wurde.
Nach dem Lehrgang kehrte ich zu meiner Freude zunächst als stellvertretender Kommandeur und später als Kommandeur der Fliegenden Gruppe des Marinefliegergeschwader 3 „Graf Zeppelin“ nach Nordholz zurück. Diese Verwendung bescherte mir nicht nur eine interessante Zeit mit vielen Herausforderungen, sondern war die Traumverwendung als Marineflieger. In diese Zeit fiel u.a. die Führung des Marinekontingentes als „Commander Task Group“ am Horn von Afrika, in dem es galt, den Wechsel von ENDURING FREEDOM zur Operation ATALANTA zu begleiten. In diesem Einsatz steht der Schutz der Schiffe des Welternährungsprogramms sowie der See- und Handelsrouten im Fokus. Ebenfalls eine spannende Herausforderung.
Nach zweieinhalb Jahren als Kommandeur folgte der Wechsel in das Personalmanagement. Als „großer“ Personalführer für die Marineflieger und Marineoffiziere des Militärischen Nachrichtenwesens in Zeiten der großen Strukturveränderungen 2012 und 2013 konnte ich auch hier den Wandel mitgestalten.
2014 wechselte ich dann nach Berlin als Referent in die Abteilung Strategie und Einsatz, in der erneut Afrika und hier speziell das Horn von Afrika mit seinen Einsätzen meinen Dienst bestimmte.
2016 folgte eine weitere Veränderung, diesmal in das Referat P II 2 in Bonn mit einer ministeriellen Referentenverwendung im Grundsatz des Personalmanagements.
Seit sechs Monaten bin ich nun erneut in einer fliegerischen Traumverwendung angekommen: ich trat Mitte April den Dienst als stellvertretender Kommandeur und Chef des Stabes im Marinefliegerkommando an; kam also nochmal in meine berufliche Heimat, wo viele Herausforderungen auf mich warten.
Familiär bin ich seit 1996 mit meiner Frau Angela verheiratet und habe einen Sohn und eine Tochter. Mit meiner Familie genieße ich jede freie Minute an der Nordseeküste in Cuxhaven.